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Freitag, 01.10.2010

Veröffentlicht von Dirk (admin) am Dec 26 2010
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Von Hilliadou fahren wir wieder über Passstraßen, nach Stropones. Hier tanken wir noch bei einer älteren Frau, die dort eine Tankstelle mit angeschlossenen Gemüsestand  betreibt. Wie immer für 20 €, weil wir den Tank nicht zu schwer werden lassen wollen.

 

Dann geht es hinunter nach Nea Artaki. Auch hier plagt die Kupplung wieder, sodass wir uns in Nea Artaki entschließen, eine Werkstatt aufzusuchen. Wir entscheiden uns für eine sehr einheimische Werkstatt, Hauptsache wir haben eine. Ich frage den  Inhaber, ob er englisch spricht, er bejaht dies. Schnell erkennt er das Problem und baut sofort den Kupplungszug aus.

 

Ich glaube er sprüht eine Büchse WD 40 in den Zug und baut ihn wieder ein. Nach einer Weile baut er ihn wieder aus und meint, ich muss einen neuen kaufen. ????? Wo soll ich 2500 KM von zu Hause entfernt einen Kupplungszug hernehmen. Er meint, wir sollen mit dem Taxi nach Nea Artaki zu einem Fiat-Händler fahren. Gott sei Dank hält sich gerade noch ein griechischer LKW-Fahrer in der Werkstatt auf. Er kann ein paar Brocken deutsch und meint, der Werkstattinhaber ruft einen Taxi-Fahrer der Englisch kann. Dieser fährt mit uns dann zu dem Fiat-Händler oder noch zu einer weiteren Adresse.

 

Tatsächlich kommt ein Taxifahrer der englisch kann. Sein Name ist Nikos. Nikos fährt mit uns zum Fiat-Händler nach  Nea Artakis. Hier tragen wir unser Problem vor. Der Händler meint, er kann den Kupplungszug bis Dienstag besorgen. „Dienstag“. Ich erkläre ihm, dass wir keine Zeit bis Dienstag haben. Die andere Alternative die er parat hat, ist dass wir nach Athen fahren können. „Athen?????“. Wir erklären, dass das nicht geht. Also telefoniert er mit einem Händler in Chalkida, dieser könnte den passenden Zug haben.

 

Also wieder zu Nikos ins Taxi und weiter geht die Odyssee. Wir treffen beim Händler in Chalkida ein. Auch hier werden wir freundlich empfangen. Da er bereits über unser Problem Bescheid weiß, geht er sofort ins Lager. Dort verbringt er mindestens eine halbe Stunde. So lang, dass bedeutet nichts Gutes. Schlussendlich kommt er mit einem Kupplungszug aus dem Lager. Er möchte wissen in welcher Werkstatt wir unser Auto haben. Nikos übersetzt freundlicher Weise und der Inhaber telefoniert mit „unserem“ Mechaniker. Also gut, wir zahlen 45 € für den Zug, mit der Option ihn wieder umtauschen zu können, wenn er nicht passt. Na gut, wieder zurück ins Taxi und ab zur Werkstatt. Dort angekommen, schaut unser Mechaniker skeptisch. Er meint, der Zug sei ein bisschen kurz. Er versucht ihn trotzdem einzubauen, aber es kam wie es kommen musste, der Zug war zu kurz. Dann entschließt er sich den Alten, wieder gangbar und mit ca. 1 Liter WD 40 versehenen Kupplungszug einzubauen. Nikos erklärt ihm, dass wir noch einige Kilometer auf der Insel zurücklegen wollen und auch wieder nach Deutschland müssen. Er meint, dass das kein Problem sei. Er sollte Recht behalten, der Kupplungszug funktioniert heute noch. Hätten wir das nicht schneller haben können ??????!!!!!

 

Für die ganze Fahrerei und Warterei berechnet uns Nikos 27 €. Dann fragen wir unseren Mechaniker, der mindestens fast 3,5 Stunden am „Chili“ rumgeschraubt hat, was er für die Reparatur will. Und jetzt haltet euch fest, er sagt, 30 €. Uns hat es fast umgehauen, damit hatten wir nicht gerechnet, also bekommt er 35 €. Soviel Hilfsbereitschaft, haben wir nicht erwartet. Wir bedanken uns und suchen erstmal einen LIDL auf, um weiteren Proviant zu fassen.

 

Dann bringen wir unseren „neuen“ Kupplungszug zurück zum Händler. Auch hier bekommen wir anstandslos unsere 45 € zurück. Anschließend gelangen wir nach einer Irrfahrt durch Chalkida nach Eretria. Hier wollen wir uns auf einem Campingplatz erstmal von den Strapazen dieses Freitags erholen. Wir finden ca. 2 Km vor Eretria den Campingplatz „Milos“. Die Nacht für 10 €, wir entscheiden uns zwei Tage zu bleiben.

 

Der Platz ist klein aber fein. Sauber, Duschen und Strom. Hier schmeißen wir den Grill an und brutzeln unsere Steaks, als plötzlich leichter Regen einsetzt. Wir bauen unser „Vorzelt“ auf. In der Zwischenzeit sag ich zu Katia, „ hast du ein Steak, vom Grill genommen“, sie sagt, „nein“. Ich sehe gerade noch wie eine Katze mit dem Steak davon rennt.

....weiter gehts...nächster Tag

Zuletzt geändert am: Dec 27 2010 um 6:52 PM

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