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Kaló̱s orísate sti̱n Krí̱ti̱

 

Die Wanderschuhe geschnürt, die Rucksäcke gepackt. Und ab in den Flieger nach Kreta.

 

 

 

Sonntag, 11.09.2011

 

Abflug pünktlich 07.35 Uhr in Stuttgart, Ankunft nach ruhigem Flug um 11.30 Ortszeit in Heraklion, superschönes Wetter, heiss, sind wir schon gar nicht mehr gewohnt. Dann erstmal mit dem Bus Linie 1 zum Busbahnhof am Hafen, von wo aus die Fernbusse über die Insel starten. Wir fahren nach Chania, um dort in den Bus nach Kissamos im äussersten Nordwesten der Insel zu steigen. Kurz vor der Endstation Kissamos steigen wir in Nopigia aus, um dort die erste Nacht zivilisiert auf einem komfortablen Campingplatz (Camping Nopigia) mit Pool, super Essen und sauberen sanitären Anlagen zu verbringen. Für eine Nacht zahlen wir für 2 Personen mit Zelt 15,50 Euro.

 

Montag, 12.09.2011

 

Ungeplant mit dem Taxi geht es zur Busstation nach Kissamos, die wir in diesem Urlaub nicht das letzte Mal sehen werden....

 

 

 

zuerst überlegen wir, nach Balos, dem Lagunenparadies/Piratenbucht zu fahren, aber wie, entweder mit dem Boot, wobei wir nicht sicher sind, ob es one-way tickets überhaupt gibt, oder mit dem Scooter, der uns wohl kaum mit 2 Rucksäcken a 16 Kilo    sicher die 11 km Schotterpiste hinbringt...wir entscheiden anders. Balos fällt aus, wir fahren mit dem Bus nach Falassarna.

Dort steigen wir an der Endstation aus, laufen zum Strand hinunter, finden linker Hand zwischen 2 grossen Felsen abseits der Sonnenschirmparade eine kleine schnuckelige einsame Bucht, man könnte dort nicht meinen, dass sich um einen rum überhaupt ein Tourist befindet.Wir verbringen hier 2 wunderschöne Tage mit Schnorcheln, Grillen und Schlafen unter freiem Himmel.

 

 

                  

 

 

Mittwoch, 14.09.2011

 

...die Busstation in Kissamos, die wir wie schon erwähnt nicht nur einmal auf dieser Reise ansteuern, ist vorerst wieder unser nächstes Etappenziel, um mit dem 14-Uhr Schulbus und den ganzen Schülern, die wir fast schon beim Vornamen kennen, nach Sfinari zu gelangen. Sfinari ist ein am Berg gelegenes einsames Dorf, dessen Stichstrasse zum Strand und hiermit auch zu 3 einsam am linken Strandende gelegenen Tavernen führt, die free-Camping anbieten. Natürlich wird dort auch erwartet, dass man dort auch isst.

Wir entscheiden uns für die ganz am Ende gelegene Taverne Sunset, mit einem wunderschön über dem Meer gelegenen free-campng-Areal unter Tamarisken..schlagen dort unser Zelt auf. Im Sunset werden wir vom sehr gut deutsch sprechenden Sohn des Hauses bedient, er liebt Freiburg und Feldsalat ...das Essen ist vorzüglich, die Speisekarte reicht von gegrillten Lammkotelettes bis zum gegrillten Oktopus, alles vorzüglich und mit Liebe zubereitet...der Orancello a la Mama ist der beste Likör der Welt!

Was natürlich für uns free-camper zudem sehr angenehm hier ist, wir dürfen die Toiletten der Taverne sowie die Liegestühle am Strand jederzeit kostenfrei nutzen.

 

 

 

 

Es ist wirklich ein sehr lauschiges Plätzchen, das wir hier haben.

 

 

                                             

 

So muss auch ein Grieche gedacht haben, der hier aus einem alten Seecontainer ein Ferienhaus gebaut hat. Auch hier verbringen wir wieder zwei Tage, und müssen am Freitag in aller Herrgottsfrüh um 05:00 Uhr mit Taschenlampe das Zelt abbauen, um wieder den Schulbus um 7 Uhr zu erreichen. Ihr dürft raten, wohin es geht, ja es geht wieder zurück zur Busstation nach Kissamos.

 

 

 

Freitag, 16.09.2011

 

Heute verlassen wird den Nordwesten und fahren mit dem Fernbus in den Südwesten nach Paleochora. Somit verlassen wir auch unsere Busstation und das dortige sehr freundliche Personal der Taverne "Petra", die uns während unserer Wartezeiten bestens versorgt haben.

Angekommen in Paleochora nach ca. 2 Stunden Busfahrt müssen wir in der Mittagshitze erstmal gute 20 Minuten zum "Camping Paleochora" ganz im Osteende der Stadt gelegen, laufen. Auch hier wieder sehr freundliches Personal und ein schönes Gelände unter Olivenbäumen gelegen, alles einfach und sauber, so wie wir es uns wünschen. Hier zahlt man auch so um die 15 Euro alles incl.,nette Taverne gibts auch mit Gerichten des Tages, ohne Schnickschnack, alles ehrlich und gut. Verbringen heute noch einen superschönen Abend im Städtchen, bisschen bummeln und einkaufen...hier gibts zum Beispiel Ringe, die, wenn man keine Rechnung braucht, glatte 10 Euro weniger kosten...

 

 

 

 

 

 


Samstag, 17.09.2011

 

Um 08.30 geht heute die Nussschale Neptun, da dank EU-Bestimmungen die richtige Fähre Daskalogiannis nicht mehr fährt, mit uns an Bord nach Sougia, dem offiziellen FKK- und Hippie-Paradies Kretas (Schweinebucht).

 

 

 

Hier angekommen finden wir im Hinterland ein lauschiges Plätzchen unter einer Tamariske, fernab von den "good vibrations" der ach so hippen "Hippie- und ich entblösse alles und mach die Beine breit, sodass du mir bis zu den Mandeln schauen kannst" Gemeinde. Wenn einem Dagmar ihren 70-Kilo Hintern beim Steine-Suchen mitsamt allem Bewuchs so ins Gesicht streckt, fühlt man sich doch versucht, sich ein eigenes einsames Plätzchen woanders zu suchen, welches wir dann auch gefunden haben *lach..

 

 

 

 

 

 

Schnorcheln ist hier nicht so prickelnd, weil einem das Brackwasser einen ständigen Film vor die Brille setzt.

Abends ists hier sehr lebendig (vor allem Samstags), macht Spass,besonders die Raki-Bar links an der Stichstrasse Richtung Kandanos, ist sehr zu empfehlen. Unser Lieblingsplätzchen ist allerdings die kleine Taverne South-Star, fast unmittelbar am Ortseingang vom Hafen aus, mit einer liebenswerten Wirtin, Georgina, und ihrem "Fischer-Mann :o)" und dem kleinen süßen Sohn..wenn jemand von euch mal hinkommt, sagt liebe Grüsse von Dirk und Katia, denen sie an einem verkaterten Vormittag so ein wunderbares Bratkartoffel-Spiegelei-Katerfrühstück serviert hat.

Ansonsten können wir euch noch das im Supermarket Pelikan vom Inhaber eigens produzierte Olivenöl empfehlen, gibts sowohl in grossen als auch in Mini-Flaschen zum Mitnehmen..


Sonntag, 18.09.2011

 

Heute wandern wir nach Lissos, einer westlich von Sougia gelegenen schmucken kleinen Bucht mit integrierter Ausgrabungsstätte. Der Startpunkt zu diesem E4-Wanderweg liegt am Fischerhafen von Sougia, ist ausgeschildert, und führt erstmal durch eine wundervolle, atemberaubende Schlucht mit beeindruckenden 30 Meter hohen Felsüberhängen, hinauf zu einer Hochebene, von welcher man dann zur Bucht von Lissos hinabsteigt. Hier gibts beim Wärterhäuschen eine Quelle, also nicht zu viele Wasserflaschen mitschleppen, man kann für den Rückweg auffüllen !! Wenn man möchte, kann man sich von diesem idyllischen Örtchen auch per Wassertaxi für 20 Euro abholen lassen, Captain George aus Sougia (auch Pension dort) bietet diesen Service an.

 

 

     

 

    

 

   

 

 

 

Nachts zum Ausgehen bietet sich zudem die Diskothek Alabama an, schön angelegte Aussenanlage und fast Caribbean-Feeling, netter DJ, der einem jeden Musikwunsch nach seinen Möglichkeiten erfüllt, und einem Barkeeper, der FC St.Pauli-Fan ist ..

 

 

 

Übrigens, in Sougia gibt es keinen Geldautomaten mehr, also genügend Bargeld mitnehmen!!! Man hat zwar die Möglichkeit, hinter der Polizeistation bei Polifimos Geld zu holen, zahlt allerdings 5 Prozent ....

 

Aber nach 4 Tagen Sougia ist mehr als genug, wir wollen weiter..!

 

Mittwoch,21.09.2011

 

Heute soll unsere Nussschale Neptun uns um 09.30 Uhr weiter nach Loutro bringen. Leider, leider, wird uns beim versuchten Bootsticketkauf mitgeteilt, daß aufgrund des schlechten (leicht schlechten) Wetters heute nix geht. Völlig niedergeschlagen verbringen wir den Tag im Cafe Lotos (auch sehr zu empfehlen, superleckere Sandwiches), unter Riesen-Sonnenschirmen trotzen wir jedem Sturm und Regen, und warten auf den Bus, der uns abends um 18.15 uhr nach Chania bringen soll. Von dort aus werden wir am nächsten Morgen nach Chora Sfakion fahren,von wo aus widerum eine grössere, nicht so wetterabhängige Fähre Loutro nun von der anderen Seite aus ansteuern soll. Der Ticketverkäufer in Sougia sagte zwar "morgen geht das Boot nach Loutro", aber das kann jeder sagen. Neptun fuhr am nächsten Tage übrigens nicht, wie wir im nachhinein erfahren haben, also war das eine gute Entscheidung.

 

Um ca. 20.00 Uhr in Chania angekommen müssen wir uns erstmal eine Bleibe für die Nacht suchen, wovor es uns so ganz im Hintergrund natürlich schon die ganze Fahrt über grauste...kommste total müde irgendwo in der Großstadt an, und jetzt...wo schlaf ich..? Aber zuerst nochmal kurz bemerkt, die Busfahrt führte uns durch die wunderschöne grüne Mitte der Insel, Esskastanienbäume en masse, Olivenhaine, Zitronen- und Orangenbäume soweit das Auge reicht, grüne Täler, alles saftig...gigantisch!

So, nun in Chania angekommen, gleich am Busbahnhof finden wir das Hotel Omalos, ein richtig grosses Hotel mit schönem Bad und alles kuschelig und rein, und wir mit unseren stinkigen Rucksäcken und der grossen Sehnsucht nach einer richtig heissen Dusche und einem richtigen Bett, das ist ein Fest, und das für 45 Euro pro Nacht (ohne Frühstück)...Paradies!

Leider regnet es heute abend ziemlich, sodass wir nur kurz in Richtung eines Gyros-Imbiss starten und den venezianischen Hafen sowie die schöne Altstadt Chanias heute nicht erkunden können...

 


Donnerstag, 22.09.2011

 

Abfahrt in Chania, 08.30 Uhr. Ankunft in Chora Sfakion kurz nach 10.00 Uhr. Erstmal natürlich die Spannung, ob überhaupt ein Schiff nach Loutro geht...ansonsten müssten wir mit unseren Rucksäcken, wie vom Kiosk-Besitzer in Sougia empfohlen, von Chora Sfakion über Glykanera laufen...diese Tortour bleibt uns glücklicherweise erspart, das Schiff fährt, wenn auch sehr unruhig, macht aber Spass ..

In Loutro angekommen checken wir gleich mal  bei "Nikolas & Gabriella Rooms" ein, ganz am östlichen Ortsrand gelegen, superschön, ruhig, und sogar mit morgens im Hof bereitgestelltem Kaffee und Tee zu Selbstbedienen...herrlich. Wir nehmen ein Erdgeschosszimmer, ohne Balkon, dafür können wir direkt vor unserem Fenster auf der Terrasse sitzen und zahlen nur 25 Euro. Eine sehr liebe Schweizerin führt diese Pension zusammen mit ihrem kretischen Mann und ihrer Schwester. Sie bleiben sogar über Winter in diesem Ort ( der übrigens keine Strassen hat, man kommt nur mit dem Boot hierher und ist daher bei Sturm völlig von der Aussenwelt abgeschnitten ), Gabriellas Mann hat Ziegen, die kann man auch im Winter nicht alleine lassen..

 

 

 

Als unsere Lieblingstaverne stellt sich das hoch über dem doch touristischen Ort relativ abgelegene Stratis heraus, wo man wunderbar essen kann! Sehr zu empfehlen ist die Bergziege aus dem Ofen, und der gegrillte Oktopus...! Es empfiehlt sich, für ein Abendessen unbedingt einen Tisch zu reservieren!

 

 

 

Freitag, 23.09.2011


Heute wollen wir mal die westlich von Loutro gelegene Finix-Bucht

 

 

 

 

und Lykos-Bucht erkunden.   Von Loutro Richtung Westen, am Friedhof und Kastell vorbei, immer dem farbig markierten Weg entlang, gelangt man zunächst nach Finix, einer kleinen Bucht mit mehreren Übernachtungsmöglichkeiten, sehr idyllisch. Von dort aus am Berg entlang nach Lykos, ebenfalls sehr schön gelegen, kleine Bucht, 3 Tavernen mit Übernachtungsmöglichkeiten.

 

 

  

 

 

 

 

Von hier aus hat man die Möglichkeit, zum oben am Berg gelegenen Bergdorf Livaniana    zu wandern, wo man an der Taverne den direkten Einstieg in die Aradena-Schlucht findet, oder man überwandert über dem Meer halsbrecherische Felsensteillandschaften zur Marmara-Bucht, wo der Einstieg in die Schlucht ist. Auf diesem Weg gibt es zudem einige morbide Eindrücke...

 

 

 

 

 

 

 

 

Schöne Wanderung auf der wir unsere eigenen schönen Plätzchen entdecken konnten. Leider müssen wir uns morgen wieder auf den Weg Richtung Heraklion machen. Unsere Wirtin Gabriella empfiehlt uns die Pension Hellas in Heraklion, dies erspart uns "die Suche nach einer Bleibe für die Nacht in einer großen Stadt."

 

Samstag, 24.09.2011

 

Rückfahrt mit dem Boot von Loutro nach Chora Sfakion. Anschließend mit dem Bus nach Heraklion. Dort wieder zur Busstation am Hafen. Das Hellas ist Dank des Reiseführers Kreta von Eberhard Fohrer/Michael Müller Verlag leicht zu finden. Das Zimmer ist schlicht und sauber, die auf dem Flur gelegenen sanitären Anlagen auch. Im Dachgeschoss befindet sich neben der Rezeption zudem eine superschöne Dachterrasse, auf der man den Urlaub schön ausklingen lassen kann, mit Blick auf die Lefka Ori. 

 

 

 

Und hier noch paar Impressionen von unserem letzten Abend.

 

 

 

   

 

 

 

 

 

Sonntag, 25.09.2011

 

 

 

Ta léme sti̱n Krí̱ti̱ !!!